Warum die Unterwasserprüfung von Brückenpfeilern so wichtig ist
Brückenpfeiler, Gründungen und Widerlager sind ständig Wasser, Strömung, Frost und chemischen Belastungen ausgesetzt. Schäden wie Betonabtrag, Bewehrungskorrosion, Auskolkungen oder Risse entstehen oft unterhalb der Wasserlinie – unsichtbar für das bloße Auge. Die Bauwerksprüfung nach DIN 1076 verlangt daher auch die Prüfung der unter Wasser liegenden Bauteile. Werden Schäden früh erkannt, lassen sich teure Instandsetzungen und Sperrzeiten vermeiden.
Ablauf einer Pfeilerprüfung durch Taucher
- Vorbereitung und Freimessen: Sohlaufnahme, Sichtverhältnisse und Strömung werden dokumentiert, Gefahrstoffe (z. B. Kampfmittelverdacht) werden gecheckt.
- Sichtprüfung: Der Taucher erfasst die gesamte Oberfläche des Pfeilers bis zur Gründung – systematisch, streifenweise, mit Foto- und Videodokumentation.
- Messtechnik: Rissbreitenmessung, Tiefenmessung von Auskolkungen, ggf. Betondeckungs- und Potenzialfeldmessung.
- Bericht: Schadenskartierung mit Zustandsnoten, Bewertung nach DIN 1076 und Handlungsempfehlung.
Typische Schadensbilder
- Auskolkungen und Unterspülungen der Gründung
- Betonabplatzungen und freiliegende Bewehrung
- Risse durch Frost-Tausalz-Beanspruchung oder Setzungen
- Bewuchs, der Sicht und Inspektion erschwert
Unsere Ausrüstung für klare Ergebnisse
Wir arbeiten mit leistungsfähiger Unterwasserbeleuchtung, Videokameras in Druckgehäusen und Messwerkzeugen, die präzise Daten direkt unter Wasser liefern. So erhalten Sie einen belastbaren Befund – ohne Trockenlegung, ohne aufwendige Baugruben und ohne Beeinträchtigung des Verkehrs.
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